KAMIL KREJČÍ

Schauspieler, Regisseur und Autor.

Vom März 2005 – Dezember 2007 durfte ich für die Regionalausgabe des Tages Anzeigers Kolumnen schreiben.
Ab Dezember 2010 – März 2016 habe ich in der Lokalzeitung Züri2 eine Plattform erhalten. Diese Kolumnentätigkeit musste ich leider, aufgrund politisch verordneter Leitlinien, beenden. Es wurde mir untersagt in künftigen Kolumnen über Themen, welche die nationalkonservative, rechtspopulistische und wirtschaftsliberale politische Partei  der Schweiz betreffen, zu schreiben.

Meine letzten 6 Kolumnen, welche vom Verwaltungsrat der Lokalinfo AG/Züri 2 als SVP-Bashing eingestuft wurden.

Die Dummheit des Herrn Renzi

Nein danke zu verklärtem Retro

Quotenbolzer

Heinwehtyp

Miteinander sprechen

Fiebrige Augen wegen der Lottoziehung


Die nicht erschienene Kolumne, welche der "Zensur" zum Opfer fiel.

Landwirt Toni strahlte mit seinen Knopfaugen aus dem wohlgenährten Gesicht wie nur ein frisch gesäugtes Kälbchen strahlen kann. Er hat seine Motion für mehr Frischmilch durchgebracht. Der Nationalrat möchte sich am Gestaltungsplan der Frühstücksernährung unserer Armee beteiligen. Es klingt plausibel, so ein Wehrmann wehrt besser mit Frischmilch, denn die „wässrige Pulvermilch verdirbt einem den Tag“. Nur, die Frischmilch wird ja bereits kredenzt, solange die Truppe stationär untergebracht ist. Bloss, bei Übungen im Feld wird bisweilen mit Milchpulver hantiert. Dem Toni ist das Wurst, (noch so ein Convenience-Produkt, welches, anstatt zum Beispiel frisches Beef Tartar, gereicht wird) der Toni denkt nur an sich und seine ihm anvertrauten Euter.
Aber irgendwie hat der Toni ja Recht, es macht schon Sinn die vorhandene Milch unter die vorhandenen Soldaten zu verteilen. Wenn da nicht die logistischen Probleme und mit ihnen die immensen Kosten lauern würden. Aber womöglich hat sich der gewiefte Bauer schon was dabei gedacht. Bei der Aufwertung des Lastwagens Duro muss nun ein wenig nachjustiert werden. Ein gekühlter Milchtank in jedem Wägelchen und Tonis weisses Gold schafft sogar noch wesentlich mehr Arbeitsplatzerhaltung dank Steuergeldern. Wenn einem das nur nicht den Tag verdirbt.